Kommt ein Europäisches Vermögensregister?

Droht allen EU-Bürgern ein neuer Lastenausgleich wie nach dem Zweiten Weltkrieg?

 

Mitte Juli dieses Jahres hat die EU-Kommission eine Machbarkeitsstudie für ein Europäisches Vermögensregister in Auftrag gegeben. Als offizieller Grund wird, wie so häufig, die Bekämpfung von Geldwäsche und Steuerhinterziehung angegeben. Es soll geprüft werden, inwieweit in einem zentralen Register verschiedene Vermögenswerte zusammengeführt werden könnten.

 

Betroffen wären:
– Immobilien und Grundstücke
– Wertpapiere wie Anleihen, Aktien, Fonds, Zertifikate, Optionsscheine
– Gold
– Kunstwerke
– Kryptowährungen
– Unternehmensbeteiligungen
– Beteiligungen an Trusts und Stiftungen.

 

Die erhobenen Daten sollen laut EU-Kommission „in eine künftige politische Initiative einfließen“. Geht es schlussendlich darum, für die monströsen Kosten einer katastrophalen Corona-Politik die kleinen Leute zur Kasse zu bitten?

 

Seit März 2020 hat die Europäische Zentralbank ihre Bilanzsumme massiv ausgedehnt. Über deren Pandemie-Anleihekaufprogramm (Pepp) können bis Ende März 2022 für 1,85 Billionen € Staats- und Firmenanleihen aufgekauft werden. Bereits jetzt ist dieser Rahmen zum großen Teil ausgeschöpft.

 

Quelle: https://twitter.com/markus_krall/status/138272715067058181


Im Gegensatz dazu brach das Bruttoinlandsprodukt in der Euro-Zone in 2020 ein. Dies bedeutet, dass sich die Summer aller erzeugten Güter und Dienstleistungen verringerte. Dies, wie gesagt, während Milliarden neu erzeugter Euros in den Geldkreislauf geschleust wurden. Auch die wirtschaftliche Erholung in 2021 wird dieses Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Wirtschaftsleistung nicht austarieren. Hinzu kommt, dass nun viele Lieferketten brechen. Ein Mangel an Computer-Chips führt z. B. bereits jetzt zu Kurzarbeit in der Automobilindustrie. 


Das Ergebnis dieser Geldpolitik sind anziehende Preise. Offiziell wurde für September 2021 eine Inflation von 3,4 % ausgewiesen. Aber jeder, der einkaufen oder tanken geht, weiß, dass die reale Inflation wesentlich höher liegt. So wird die tatsächliche Kaufkraft sowie die Sparguthaben der Bürger mehr und mehr entwertet.


Was kann nun die Zentralbank tun, um die Geldmenge zu reduzieren um die Inflation einzudämmen? Ganz einfach – man entzieht dem System wieder Geld, Dazu besteuert man die Menschen noch mehr als seither. Idealerweise über leicht greifbare Vermögenswerte. Möglich wäre zum Beispiel ein Lastenausgleich ähnlich wie 1952. Damals wurden Immobilienbesitzern in Deutschland eine Schuld von 50 % des Schätzwertes belastet. Diese musste über 30 Jahre dem Staat abbezahlt werden.


Die großen Verlierer wären also fleißige, sparsame Bürger, die versuchen, für ihr Alter vorzusorgen. Eine Vermögensbesteuerung macht eine Altersvorsorge für Geringverdiener beinahe unmöglich. Altersarmut und staatliche Abhängigkeit wären die Folge. Konkret würden viele Immobilienbesitzer zu Notverkäufen gezwungen sein und die Immobilienpreise würden kollabieren.


Profiteure wären nach wie vor Großkonzerne sowie Superreiche. Mit einem Heer an Rechtsanwälten und Lobbyisten haben sie in dieser Krise Billionen abgesahnt, gut gebettet in Steueroasen. Wäre es nicht sinnvoll, wenn die Europäische Union mal genauer die Schlupflöcher der Krisengewinner unter die Lupe nimmt – oder weshalb traut man sich hier nicht ran?


Die Maßnahmen von EU und EZB sollten weiterhin kritisch verfolgt werden.

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