Unfassbare „Tipps“ der KVBW

In immer schnellerer Geschwindigkeit fallen die roten Linien.

Neuester „Schrei“ – die kassenärztliche Vereinigung Baden-Würrtemberg rät den Ärzten des Landes, einfach eine 3G- und nicht-3G-Sprechstunde einzurichten.

Was auf den ersten Blick noch „gangbar“ klingt wird bei Detailbetrachtung zum nächsten menschlichen und sozialen Abgrund.

"Es ist zulässig, getrennte Sprechstunden, von Notfällen abgesehen, für 2G/3G und andere einzurichten.
Zeitpunkt und Umfang sind vom individuellen Praxisspektrum abhängig und dürfen vom Praxisinhaber festgelegt werden, z. B. 3G-Sprechstunde von 08.00 – 18.00 Uhr; non 3G-Sprechstunde von 07.00 – 07.10 Uhr.

Zitat aus dem Schreiben der KVBW

Ja, richtig gelesen. Die beiden Vorstände fordern also die ärztliche Sprechzeit für „Ungetestete und Ungeimpfte“ auf genau 10 (!!) Minuten pro Tag zu begrenzen.

Alle ungeimpften Patienten (mindestens 30 % / das sind mehr als 3 Millionen Einwohner in Baden-Württemberg) sollen sich also ab sofort in 10 Minuten Sprechzeit am Tag zusammenfinden.

Dies bedeutet also eine Reduzierung der Sprechstundenzeiten von 10 Stunden auf 10 Minuten (somit von 600 Minuten auf 10 Minuten, das sind 1,6 Prozent).

Dadurch werden Ungeimpfte – als gesunder Mensch – in Zukunft durch solche Vorschläge von der gesundheitlichen Vorsorge abgeschnitten. Sie könnten dann lediglich durch die Nötigung zu Test oder Impfung (mit bedingter Zulassung) wieder Leistungen erhalten, die eigentlich durch das Solidarprinzip der Krankenkasse für ALLE gelten (Schließlich zahlen wir auch alle die entsprechenden Beiträge).

Denken wir diese Schritte konsequent weiter müssten dann auch Raucher, Übergewichtige (usw.) in spezielle Sprechstunden „verschoben“ werden.

Zu allem Überfluss kommt hinzu dass in der Debatte die Sachlichkeit durch kopflosen Aktionismus ersetzt wurde. Schließlich kann es durchaus sein, dass Menschen – je nach Alter – ein höheres Risiko eingehen mit den Nebenwirkungen der Impfung zu kämpfen, als einer Gefahr ausgesetzt zu sein, wegen Corona das Gesundheitssystem zu belasten.

UPDATE: Da die Kassenärztliche Vereinigung BW den Beitrag mit dem Schreiben inzwischen von der Webseite gelöscht hat anbei die Bilder und das Dokument zum Download.

Gerade für sozial Schwache Menschen käme dieser Vorschlag bei Umsetzung einem Arztverbot gleich.
Die Basis wird sich vehement dafür einsetzen diesen unsäglichen Vorschlag und die 2-Klassengesellschaft abzuwenden.

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